Gesundheit am Rechner
Jeder, der intensiv mit Computern arbeiten muss, kennt das Problem, (selbständige) Programmierer ganz besonders: Man starrt den ganzen Tag intensiv auf dem Monitor, sitzt an der alten Tastatur und macht sich eigentlich keine Gedanken um seine Gesundheit. Aber irgendwann merkt man schon, dass einem das Handgelenk weh tut, die Augen tränen oder der Rücken schmerzt. Beschwerden, die durch monotone und langanhaltende Bewegungen hervorgerufen werden. Das sind Anzeichen des RSI-Syndroms.
Experten empfehlen, bei solchen Arbeitsabläufen häufige kurze Arbeitsunterbrechungen sowie ab und an etwas längere Pausen, in denen man den Arbeitsplatz auch verlässt und den Bewegungsapparat durch andere Bewegungen (evtl. sogar passende Übungen) entlastet. Nur, wer macht das schon? Vor allem, wer kann daran noch denken, wenn das Programm bis Ende der Woche fertig sein muss oder der Kunde wegen der Homepage alle drei Stunden nach dem aktuellen Stand fragt?
Rob Caelers kannte dieses Problem sehr gut und programmierte ein Tool, das später auf den Namen Workrave hören sollte1. Das Programm unterstützt durch (in einstellbaren Intervallen) aufpoppende Fenster das Einlegen und das Durchhalten(!) von großen und kleinen Pausen. Und wenn das Programm merkt, dass man die gewünschte Pause schon kurz vorher eingelegt hat, dann überspringt es die anstehende Unterbrechung einfach. Sehr praktisch.
Als Besonderheit bietet das Programm sogar die Möglichkeit, mehrere Instanzen auf verschiedenen Rechnern zu koppeln, so dass auch Leute, die auf mehreren Maschinen gleichzeitig arbeiten müssen, nicht auf die gewünschten Pausen verzichten müssen.
Das Programm ist freie Software und sowohl im Quellcode als auch für Windows und Linux verfügbar.
- 1 Ursprünglich schlug sein Kumpel Raymond Penners 'Workrace' als Namen vor, aber durch eine kleine Verwechselung wurde dann doch 'Workrave' daraus.
Donnerstag, 13. Juli 2006 um 15:40
bin schon am testen. danke für den tipp!
Donnerstag, 13. Juli 2006 um 16:17
sitze hier gerade am mac, aber wenn ich wieder im home-office weile, wird das auch getestet - merci.
Donnerstag, 13. Juli 2006 um 16:44
Für den Mac gibt’s auch ein Tool (ich blogge nicht drüber, weil ich Mac überhaupt nicht benutze):
AntiRSI
Kann nichts darüber sagen, wie das so ist, aber Du kannst das ja gern ausprobieren und dann berichten.