Schere, Stein, Papier
Donnerstag, 10. März 2011Vermutlich jeder kennt das Spiel Schere, Stein, Papier, bei dem zwei Spieler unabhängig voneinander eines der drei genannten Symbole auswählen und dieses dann zu einem festgelegten Zeitpunkt mit der Hand darstellen, woraus sich nach Anwendung der Regeln dann ergibt, wer die Runde gewonnen hat.
Wenn man dieses Spiel mehrere Runden spielt, muss man sich jedes Mal aufs Neue entscheiden, welches Symbol man wählt. Jeder wird vermutlich andere Entscheidungskriterien heranziehen und meistens irgendwie auf das bisherige Verhalten des Gegenübers schauen.
Auf der Seite der New York Times kann man jetzt gegen einen Computer-gesteuerten Gegner spielen und dem Computer – wenn man möchte – beim „Denken“ zuschauen. Zu Beginn kann man noch wählen, ob man gegen einen „frischen“ Computer (Novice) spielen möchte, der noch gar nichts über das Spiel weiß und von Grund auf erst lernen muss, welche Symbole zum Beispiel über welche anderen triumphieren, oder gegen einen „erfahrenen“ Computer (Veteran), der diese Lektionen bereits in tausenden Runden erlernen konnte.
Ich finde es ganz spannend, auf diese Weise sehr bildlich sehen zu können, wie (simpel) eine Maschine lernt und daraus erstaunliches Verhalten zum Vorschein kommt. Das ist sicherlich nicht nur für Freunde der künstlichen Intelligenz interessant.
Ganz nebenbei kann man sich natürlich auch die Frage stellen, warum Papier überhaupt den Stein schlägt? Vielleicht sollte es sogar anderherum sein?