Freitag, 24. Dezember 2010
Nun ist es also soweit: Heilig Abend ist da und die Weihnachtsfeiertage stehen direkt vor der Tür. Die Zeit der Besinnlichkeit, der Familie und der Geschenke1.
Ich selber schenke zu Weihnachten nur noch sehr vereinzelt, weil mir einfach die Zeit mit meiner Familie das wichtigste Geschenk ist. Nur darauf kam es mir an und dafür war ich zu Weihnachten dankbar. Und bevor ich für die x-te Rentier-Krawatte, die ich nicht einmal zu Weihnachten trage, unheimlich dankbar sein müsste oder unterschwellig merken würde, dass der verschenkte Pullover, für den ich mich meine Gesundheit opfernd durch die mit panischen Weihnachtseinkäufern bevölkerte Innenstadt gestürzt hatte, anscheinend leider doch die falsche Farbe hatte, freue ich mich doch lieber über das Glück, zusammen mit meiner Familie feiern zu dürfen.
(Nicht dass jetzt ein falsche Eindruck entsteht: Natürlich freue ich mich wie die meisten Menschen auch über Geschenke und bin auch glücklich, wenn ich sehe, dass sich jemand über etwas von mir Geschenktes freut, aber das ist für mich mittlerweile nicht mehr die Hauptsache an Weihnachten, so dass ich das jetzt alles etwas entspannter angehe.)
Aber dieses Jahr ist es ein wenig anders. Nicht, dass ich jetzt plötzlich Unmengen an Geschenken kaufe und verteile, aber ich habe noch etwas anderes schätzen gelernt:
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Dienstag, 4. November 2008
Ich kann es nicht verstehen und halte es schlicht für eine Unverschämtheit.
Nehmen wir an, eine junge Frau brauch seit einigen Tagen intravenös Medikamente, die per Infusion über einen peripheren Venenkatheter zugeführt werden. Nehmen wir weiterhin an, dass die Venen dieser jungen Frau dergestalt sind, dass die Ärtze a) beim Legen des Katheters stets mehrere Anläufe benötigen und dass b) die peripheren Venenkatheter nach spätestens einem Tag verrutscht oder verstopft sind.
In einem solchen Fall wäre die junge Frau nach wenigen Tagen wie ein Nadelkissen zerstochen und mit einer Unmenge von schmerzenden Einstichen und Hämatomen übersäht, so dass neue Zugänge nur noch über bereit geschädigte Stellen gelegt werden könnten, was mit ungeheuren Schmerzen verbunden wäre.
Nun stellen wir uns ferner vor, dass die ständig wechselnden Ärzte seit dem zweiten Tag immer und immer wieder davon reden, dass man in dieser Situation doch besser einen Zentralen Venenkatheter legen sollte, um der jungen Frau unnötige Schmerzen zu ersparen (worauf die neuen Ärzte mittlerweile sogar schon von den Mit-Patienten angesprochen werden).
Wenn wir uns jetzt noch – natürlich rein hypothetisch – vorstellen, dass man als Angehöriger daneben steht, während die junge Frau wieder einen neuen peripheren Venenkatheter in vor kurzem kaputt gestochene Venen gestochert bekommt, gleichzeitig am anderen Arm die Schwester den alten Venenkatheter mit lustigem Drücken und Zerren wieder entfernt, während die Patientin mit großen Tränen in den Augen und zitterndem Gesicht versucht, den Arm nicht wegzuziehen oder zu schreien, dann könnte ich mir schon vorstellen, dass sich daneben stehende Angehörige ernsthaft überlegen, dem medizinischen Personal mal richtig eine zu verpassen.
Meine Herren nochmal!
Natürlich nur rein hypothetisch …
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