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Verkehrszeichen abschaffen?

Mittwoch, 3. Januar 2007

Seit vielen Jahren wächst in Deutschland ein riesiger Wald, der in keinem Biologiebuch der Welt auftauchen dürfte: Der Schilderwald.

Die meisten Autofahrer müssten das Problem kennen: Da fährt man Abends (vielleicht schon etwas erschöpft) durch eine unbekannte Gegend und auf einmal fragt man sich, wie schnell man hier eigentlich gerade fahren dürfte? Man ist nicht mehr in einer geschlossenen Ortschaft, oder? Waren da nicht eben noch viele verschiedene Geschwindigkeitsbegrenzungen hintereinander? Was gilt denn nun gerade? Vermutlich egal. Blitzlicht! Erwischt! Das wird teuer – vermutlich.

Es werden anscheinend immer mehr Verkehrszeichen auf deutschen Straßen. Viele erscheinen unnötig, manche vollkommen sinnlos. Das hatte auch der Gesetzgeber erkannt und so im Jahre 1997 eine Novelle der Straßenverkehrsordnung durchgesetzt, die die Lage entschärfen sollte.

Die meisten Situationen seien in der StVO ausreichend geregelt, so dass auf eine redundante Beschilderung verzichtet werden könne; der Autofahrer solle die geltenden Verkehrsregeln eigenverantwortlich beachten. Ferner wurde den Städten und Landkreisen auferlegt, nur noch dann Verkehrszeichen aufzustellen, wenn diese nach einer restriktiven Prüfung zwingend erforderlich wären, sowie alle zwei Jahre mit unabhängigen Sachverständigen eine sogenannte Verkehrsschau durchzuführen, um unnötige Verkehrszeichen zu entfernen.

Laut eines Berichtes des ZDF-Magazins WISO aus dem Jahre 2004 stellten sich gewünschten Erfolge aber leider nicht ein.

Es geht auch ohne?!

SchilderwaldverbotDann stieß ich über einen Spiegel-Artikel vom November 2006, der leider nicht mehr nur noch in englischer Sprache online verfügbar1 ist, auf eine interessantes Experiment mit einem viel radikaleren Ansatz: Verkehrszeichen ganz abschaffen!

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  1. 1 Mir erschließt sich nicht so ganz, warum man den originalen deutschsprachigen Artikel nur noch kostenpflichtig anbietet, die englischsprachige Version dagegen online im Netz lässt, aber letztlich soll es mir egal sein. So haben noch ein paar Menschen mehr die Möglichkeit, den Artikel (bei ausreichenden Englisch-Kenntnissen) selbst zu lesen. Und wer des Englischen nicht mächtig ist, findet mit einer passenden Google-Suche bestimmt auch noch Abschriften des deutschen Textes.

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