Tag-Suchergebnis ‘Suchmaschinen’

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Freitag, 19. Januar 2007

Über einen Artikel bei Robert bin ich auf den kleinen nofollow-Report von Frank Helmschrott gestoßen und habe mein eigenes Blog angepasst.

Worum geht es?

“nofollow” bezeichnet hier das Attribut rel="nofollow", dass man in Hyperlinks angeben kann. Dieses Attribut (genauer: dieser Attributwert) wurde im Jahre 2005 von einem großen Suchmaschinenbetreiber erdacht1, um dem ständig wachsenden Kommentar-Spam entgegenzuwirken.

Spammer hatten die Kommentarfunktion von Weblogs und Foren als lohnendes Ziel erkannt, um günstig ihren Pagerank zu pushen. Auf diesem Wege ist es sehr einfach, auf unzähligen fremden Seiten einen Link auf die eigene Präsenz zu bekommen, wodurch Suchmaschinen die eigene Seite als “sehr gefragt” wahrnehmen und weit oben in ihren Suchergebnissen platzieren.

Da dieser Missbrauch von den Betreibern der plötzlich verlinkenden Seiten nicht beabsichtigt war und meistens auch zu einer starken Verfälschung der Relevanz-Ermittlung führte, kam das nofollow-Attribut auf die Welt.

Sobald ein Suchmaschinen-Robot auf einen Link mit diesem Attribut trifft, so ignoriert er selbigen und bezieht ihn nicht mehr in die Relevanz-Ermittlung mit ein. In der Hoffnung, dass diese Art von Spam dadurch unattraktiv wird und allmählich verschwindet, baute man entsprechende Automatismen ein, die alle nicht vom Betreiber selbst stammenden Verweise derart kennzeichneten.

Der Erfolg blieb aus

Leider löste sich das Problem nicht in Luft auf2 und die Spammer machten munter weiter.

Im Rahmen des Web 2.0 entstand dadurch aber ein neues Problem: Legitime Kommentare und Backlinks3, die in Weblogs auf ähnliche Artikel in anderen Blogs hinweisen und die ein elementarer Pfeiler der Blogosphäre sind, wurden ebenfalls ignoriert und schadeten damit der Community.

Der Wunsch, ein Weblog auch ohne Spam-Filter betreiben zu können (ohne mit Spam-Kommentaren überflutet zu werden), blieb leider unerfüllt, so dass der Nutzen dieses Attributs (vor allem, wenn es – wie etwa in WordPress – automatisch und undifferenziert eingefügt wird) in Anbetracht des dadurch entstehenden “Schadens” eher fragwürdig erscheint.

Die Initiative

NoNoFollow: Fight spam, not blogs.Daher bildete sich die NoNoFollow-Initiative, die sich dafür einsetzt, dass dieses Attribut nicht mehr in der Blogosphäre wildert.

Sie versucht, diese Unsitte aus der Blogosphäre zu verbannen, da das Attribut seinen Zweck verfehlt habe. Es ginge doch darum, den Spam zu bekämpfen und nicht die Blogs4.

Um WordPress das Einfügen des Attributes abzugewöhnen, gibt es bereits einige WordPress-PlugIns. Ich benutze seit gestern das doFollow-Plugin von Kimmo Suominen, um die Links wieder Community-freundlicher zu gestalten.

  1. 1 Details und Geschichte des nofollow-Attributs kann man in der Wikipedia nachlesen.
  2. 2 Vermutlich sind die Kosten für dieses Spamming zu gering und der Anteil der Leute, die eben auch manuell auf einen solchen Link klicken, anscheinend immer noch hoch genug, um lukrativ zu sein. Eine Schlussfolgerung, die ich auch beim eMail-Spam bis heute eigentlich gar nicht glauben mag.
  3. 3 Damit sind die sogenannten Track- oder Pingbacks gemeint.
  4. 4 Das ist die freie Übersetzung des Mottos der Initiative.

Monrose, studiVZ, YouPorn, Britney upskirt, …

Dienstag, 12. Dezember 2006

Auf den ersten Blick haben diese Dinge nichts gemeinsam. Und doch verbindet sie etwas. Es waren alles Topthemen der Blogosphäre in der jüngsten Vergangenheit.

Wann immer ein Ereignisy große Wellen schlägt, tauchen Beiträge und Kommentare dazu im Internet auf. Dabei kann es sich sowohl um netzinterne Dinge handeln (wie etwa die Probleme mit und um studiVZ), als auch um Dinge, die an sich keinerlei Verbindung zum Internet haben (etwa die “Ohne Höschen”-Fotos von Britney Spears1).

Häufig erfahren “die Leute” von diesen Dinge und zeigen aus unterschiedlichen Gründen Interesse daran, mehr Informationen über die Vorfälle zu bekommen (etwa: studiVZ), die Angebote zu nutzen (etwa: YouPorn) oder um das zu sehen, was ihnen andere (die Presse?) vorenthalten möchte2.

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  1. 1 Derzeit erklärt Britney Spears auf ihrer offiziellen Homepage die Vorfälle damit, dass sie eben ihre neugewonnene Freiheit genieße und viel nachzuholen hätte.
  2. 2 So zeigen die Medien üblicherweise nur jugendfreie, sprich: zensierte Bilder, wohingegen manch niederer Instinkt unzensierte Bilder sehen will. Ach ja, sollten wirklich Leute auf diese Seite gekommen sein (und bis hier unten durchgehalten haben), um die besagten Bilder der Pop-Prinzessin zu sehen, dann sollten Sie ihr Glück mal auf der Seite britneyspearspussy.dl.am versuchen.

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