Tipps für ein sicheres Blog
Nach den verschiedenen Hacks auf WordPress-Blogs, muss man sich ja Gedanken machen, wie man das Ganze verhindert (immer aktuelle Versionen, etc. …) und wie man solche Einbrüche erkennt.
Gerade für letzteres hat Robert Bašić kurz nach seinem Neustart ein sehr interessantes Tool vorgestellt: HackDetect.
Das (kostenlose!) Tool funktioniert im Prinzip ganz simpel: Es merkt sich, welche Dateien und Verzeichnisse in welcher Form jetzt auf dem WebServer liegen und meldet bei jeder folgenden Prüfung sobald er dort eine Veränderung festgestellt hat. Das muss dann zwar nicht unbedingt ein Schädling sein (etwa wenn man selbst Bilder für Beiträge hochlädt, oder man in der Administrationsoberfläche selbst gerade am Theme rumschraubt), aber sollte ein Schädling sich gerade festgesetzt haben, so würde man dies nun bemerken.
Ein bisschen mitdenken ist also notwendig, aber auf jeden Fall wird der Abgleich der Dateibäume erheblich vereinfacht. Und wenn man die Ausnahmen (mit Bedacht!) sinnvoll konfiguriert (von sich ständig automatisch ändernden Dateien wie einer automatischen Sitemap etwa), dann kann man die Anzahl der dann noch zu prüfenden Meldungen gut reduzieren.
Als kleiner „Haken“1: Man muss seine FTP-Zugangsdaten in das Programm eingeben, damit es Zugriff auf den Verzeichnisbaum bekommt. Klar. Aber da das Programm eben keinen öffentlichen Quelltext hat, muss man dem Programmierer der Software an dieser Stelle natürlich vertrauen.
Ich habe keinerlei Grund, dem Autor Johannes Oppermann, der sein Programm kostenlos zur Verfügung stellt, in irgendeiner Weise zu misstrauen, aber korrekterweise muss ich an dieser Stelle halt mal erwähnt haben.
Als weitere Ideen zum Schutz/Monitoring werden auch noch folgende Links genannt:
- Das WordPress-Plugin DigoWatchWP, das automatisiert eMail-Benachrichtigungen verschickt, sobald sich Blog-Beiträge ändern2
- Frank Bültges Liste WordPress Plugins für mehr Sicherheit
Samstag, 7. Juni 2008 um 7:45
Gab’s vor einer Weile schon mal, dass gecrackte Websites eine “Spezialversion” für Google auslieferten.
Habe damals auf die Schnelle http://wwgs.stots.de/ zusammengeschustert - müsste den aktuellen Schädling eigentlich auch aufspüren - ich habe aber keine “Testobjekte” und wäre für Rückmeldung dankbar.
Viele Grüße,
Stefan
Samstag, 7. Juni 2008 um 13:12
wow das ist aber noch krass.
Sonntag, 24. August 2008 um 23:38
Wenn man den Quelltext deines Blogs sich anschaut (hab ich gemacht, weil ich selber sowas hatte gerade), sieht man eine große Menge von Spam-Links.
Montag, 25. August 2008 um 16:41
@Wolfgang:
Welche/Wo denn zum Beispiel?