Vielen Dank, liebe Hausverwaltung!

Reife Leistung! Resultat: Unnötiger Stress, verschwendete Arbeitszeit, entgangener Lohn, enttäuschte Handwerker.

Was war passiert? Die Hausverwaltung hat sich nach Jahren endlich einmal dazu überwunden, die zugemoosten Dachrinnen reinigen zu lassen (Keine Ahnung, ob sich jemand von weiter unten im Haus beschwert hatte) und so meldete der Dachdecker sich letzte Woche bei mir per Telefon. Laut Hausverwaltung müssten sie mit mir für die Reinigung einen Termin machen, an dem ich zu Hause wäre.

Sehr passend, weil natürlich gerade vor Weihnachten so gar nichts zu tun ist und man sich freut, wenn man seine geplante Arbeitszeit zuhause verbringen darf. Nichtsdestotrotz schaufelte ich um, so dass ich heute morgen zuhause auf die Handwerker warten konnte. Zwar verwunderte mich, dass diese Leute anscheinend über die Wohnungsfenster zu den Dachrinnen wollten, wo doch Dacharbeiten (auch aus Sicherungsgründen) üblicherweise über gesonderte Einstiegsluken im Dach gestartet werden, aber man will die Leute ja auch nicht an der Arbeit hindern. Außerdem hat es die Dachrinne wirklich nötig.

Heute nun kamen die Herren auch relativ pünktlich, erklärten erneut ihr Anliegen und fragten, wo denn der Aufstieg aufs Dach sei. Ich teilte ihnen mit, dass sich selbiger in dem verschlossenen Raum am Ende des Flures befände, ich dafür aber kein Schlüssel besäße. Den hatte ich noch nie (und das müsste die Hausverwaltung auch wissen!). Ich teilte ihnen dann noch mit, dass ich weiß, dass es Leute im Haus gibt, die einen Schlüssel für diesen „Dachboden“ haben, nur leider halt nicht, wie diese heißen.

Fast ein wenig schuldbewusst fragte der Kollege noch einmal nach, ob mein Name wirklich stimme und äußerte wollte nochmal festhalten, dass die Hausverwaltung explizit gesagt hätte, dass sie sich dafür an mich wenden müssten. (Ich hätte – nachdem ich die Stunden eh schon in den Wind schreiben konnte – gern geholfen, nur ohne Schlüssel kann ich halt auch nichts machen)

Nachdem sie sich noch kurz meine Fenster angeschaut, den erbärmlichen Zustand der straßenseitigen Dachrinne konstatiert und die Idee mit dem Ausstieg aus den Wohnungsfenstern (erwartungsgemäß) abgelehnt hatten, machten sie sich genervt auf den Weg, im Haus nach dem Schlüssel zu fragen und verabschiedeten sich.

Super. Tag versaut, Dachrinne noch immer verdreckt und dicht, Handwerker enttäuscht und ich kann mich jetzt auf den Weg zur Arbeit machen und schauen, wann ich die (völlig unnötig) verlorene Zeit wieder aufarbeite.

Einen Kommentar abgeben


This blog uses DigoWatchWP an anti-fraud plugin for Wordpress.