Zählerstände ablesen
Vermutlich jeder, der eine eigene Wohnung unterhält, kennt das Problem. Man ist vollkommen im Stress und eines Tages liegt diese tolle Benachrichtigungskarte im Briefkasten. Ein Jahr ist rum und die turnusmäßige Zählerstandsablesung steht an. Natürlich genau dann, wenn man eigentlich arbeiten müsste oder sonst irgendwelche mehr oder weniger wichtige Termine hätte. Meist steht dann auf der Karte auch noch eine genaue Zeitangabe in der Form “zwischen 10:00 Uhr und 16:00 Uhr”, so dass der gesamte Tag für weitere Planungen ausfällt.
Pflegt man nicht unbedingt ein inniges Verhältnis zu seinen Nachbarn, den man mutig seine(n) Wohnung(sschlüssel) überlassen mag, heißt es also Urlaub nehmen für diesen Tag. Einen kostbaren Urlaubstag opfern, für die fünf Minuten, die der freundliche Mitarbeiter des Energieversorgers irgendwann an diesem Tag für die Ablesung benötigt.
Das muss nicht sein. Die meisten Energieversorger bieten den Haushalten die Möglichkeit, die Zählerstände selbst abzulesen und dann zu melden. Die Aufgabe ist ja nicht so ungeheuer schwierig, dass ein junger Mensch das nicht auch ohne tiefergehende Schulung schaffen könnte. Dazu werden im Regelfall Postkarten verschickt, auf denen dann die Zählerstände vom Kunden zu notieren und bis zu einem Stichtag an den Energieversorger zu schicken sind.
So hat jeder was davon: Der Kunde spart sich einen Urlaubstag auf, und der Energieversorger kann vielleicht sogar Personal einsparen, da seine Leute weniger Kunden zur Zählerablesung besuchen müssen.
Aber damit ist das Ende der Einsparmöglichkeiten noch nicht erreicht. Für die Postkarte muss ja jeder Kunden für eine ausreichende Frankierung sorgen, oder zumindest (falls er die Postkarte sogar unfrei verschicken darf) die Karte zum Briefkasten tragen. Ferner müssen die Daten der Postkarten ja auch wieder in das System übertragen werden.
Wenn man die Übermittlung der Zählerstände elektronisch über das Internet vornimmt, dann fällt dieser “materielle” Teil der Zählerstandermittlung auch weg. Der Kunde muss nicht mehr zum Briefkasten laufen und der Energieversorger spart nochmal Geld für Postkarten, Porto und Einleseaufwand.
Sowas in der Art bieten jetzt die Stadtwerke Hannover ihren Kunden an: Die Kundenselbstablesung. Sie verzichten hier aber nicht auf die Zählerablesekarte. Mit den Daten auf eben selbiger kann man sich unter der genannten Adresse dann anmelden und seine Zählerstände übermitteln.
Mangels Zählerablesekarte kann ich das jetzt leider nicht weiter prüfen, werde diese Möglichkeit gern nutzen, wenn es hier wieder soweit ist. Denn ich kann mir schönere Dinge vorstellen, für die ich meinen Urlaub aufbrauchen möchte, als auf den Ableser zu warten.
Freitag, 24. November 2006 um 8:21
Du kannst bei Enercity deine Zählerstände auch Telefonisch übermitteln, wenn du deine Kundennummer weisst. Geht am schnellsten, finde ich.